#64 Warum das Vertrauen in Finance das Fundament für ein neues Werk ist. Mit Stefan Heimsoth.
Shownotes
Warum das Vertrauen das Fundament für ein neues Werk ist
In meiner neuen Podcastfolge habe ich mit Stefan Heimsoth über ein Thema gesprochen, das man im Finance selten so nah erlebt:
Wie baut man ein Joint Venture von der Vertragsunterschrift bis zum stabilen Betrieb auf?
Bei BioAtrium AG ging es nicht um ein kleines Projekt. Es ging um ein Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Franken, eine hochregulierte Pharma Umgebung, eine neue Organisation, neue Prozesse, SAP Rollout, Validierung, Herstellungslizenz und den Übergang in den operativen Betrieb.
Was mich besonders beeindruckt hat:
- Finance beginnt nicht erst beim Reporting.
Finance musste hier von Anfang an mitgestalten. Finanzierung, ERP, Prozesse, Governance, Projektcontrolling und Vertrauen der Gesellschafter.
- Qualität ist keine Abteilung.
Stefan beschreibt sehr klar: In regulierten Bereichen reicht es nicht, wenn Quality „zuständig“ ist. Qualität entsteht nur, wenn Produktion, Finance, Engineering und Führung gemeinsam Verantwortung übernehmen.
- Kultur ist ein wirtschaftlicher Hebel.
Gemba Walks, Townhalls für verschiedene Schichten, offene Kommunikation und echte Nähe zur Wertschöpfung sind keine weichen Themen. Sie entscheiden darüber, ob eine Organisation stabil liefern kann.
Mein Learning aus dem Gespräch:
Wer ein Unternehmen aufbauen will, baut nicht zuerst Strukturen. Er baut Vertrauen, Klarheit und gemeinsames Verantwortungsgefühl.
Was glaubt ihr:
Wird Kultur im Finance noch immer zu sehr unterschätzt?
Eigenwerbung:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wie wollen wir arbeiten und wie müssen wir arbeiten, dass es uns gelingt.
00:00:05: Und hier ist das Thema Vertrauen einerseits des Vertrauens und die dokumentierte Korrektheit unserer Anlage gegenüber den Behörden zu dokumentieren aber auch auf der anderen Seite des Vertrauen der Aktionäre nicht zu beeinträchtigen weil sie wollen ja von uns etwas und haben sehr stark investiert.
00:00:25: Und diesen E-Set den mussten wir tatsächlich Ende zweiundzwanziger von drei und zwanzig machen, wo wir gesagt haben so funktioniert es nicht.
00:00:37: Willkommen bei Mendeltalks Finance dem Podcast für die Finanzwelt präsentiert von Victor Mendel der strategischen Managementberatung für Excellence in Finance.
00:00:50: Lieber Stefan herzlich willkommen in der heutigen Podcast Folge!
00:00:53: Es freut mich sehr dass bis jetzt nach Einigen anläufen, aber jetzt doch endlich geklappt haben.
00:00:58: Wir haben heute ein sehr cooles Thema und so mehr freue ich mich, dass es geklappt hat.
00:01:02: Aber bevor wir loslegen würde ich dich natürlich bitten einfach mal zu erzählen wer bist du was ist dein beruflicher Werdergang?
00:01:09: Und natürlich will ich auch wissen wofür du so richtig Feuer und Flamme bist.
00:01:14: Ja vielen Dank Viktor für die Einladung.
00:01:16: Freut mich sehr hier zu sein und mich und meinen beruflichen Hintergrund etwas vorstellen zu dürfen.
00:01:22: Mein Name ist Stefan Heimselt, ich bin fifty-fünfzig Jahre alt und seit vielen Jahren eigentlich jetzt in Finanzbereich tätig.
00:01:31: Eigentlich habe ich mal angefangen als technischer Zeichner.
00:01:34: Ich habe technische Zeichne gelernt, bin dann ins Baunschönerwiesen gegangen, hab Baunenschönerweise studiert und hat mich dann über die Wirtschaftsingenieure weitergebildet im Bereich Finanzen, Finance Accounting Holding Und bin dann über das Projekt-Controlling eigentlich in die Berufswelt eingestiegen, durfte in verschiedenen Firmen Projektcontrolling machen von kleineren Projekten bis später auch sehr großen Energieprojekte, die ich leiten durfte und bin dann weiter in verschiedene Finanzfunktionen gekommen.
00:02:09: Teilweise auch mit einem guten Vertrauensvorschuss meiner Vorgesetzten damals Niederlastungsleitung, Finance Director international Und bin dann später zurück in die Schweiz gekommen und habe hier meine Position nun im Biowatron Joint Ventures schon seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn inne.
00:02:28: Und leite seitdem in der Geschäftsleitung die Finanzen für dieses Joint Venture.
00:02:33: eine äußerst spannende Aufgabe, auf die wir sicherlich dann weiter und noch näher eingehen werden.
00:02:39: Klasse!
00:02:40: So breit gefächert dein Portfolio ist das doch spannender ist natürlich auch über das Thema, was wir heute reden.
00:02:46: Und zwar reden wir heute über die Kunst wie ein neues Work einfach auf die Beine gestellt werden kann so quasi von der Vertrags-Unterschrift bis zu einem stabilen Betrieb und eine vielfältige Erfahrung also Operations, technische Zeitung, Projektcontrolling und jetzt in der Funktion des finanzverantwortlichen Bäuchenunternehmen bin ich natürlich auf alle Details gespannt, die in der Phase was da alles passiert ist, bin sehr neugierig.
00:03:17: Bevor wir aber loslegen natürlich noch meine Bitte an alle Zuhörer und Zuschauer wenn euch gefällt was ihr seht und hört gerne liken abonnieren und weit empfehlen!
00:03:27: So Stefan.
00:03:28: jetzt zum eigentlichen Thema.
00:03:30: Wenn wir heute auf den Work im übertragenen Sinne aber auch im wirklichen Sinn einmal zurückschauen weißt du noch wie sich der Moment angefühlt hat wo so ein richtig erster Pfal vielleicht in dem Boden gerammt wurde.
00:03:42: Wie hat sie das angefühlt bei dir damals?
00:03:44: Ja, ich bin ja in diese Funktion gekommen mit einem sehr abstrakten Bild, der sich eine kaufmännliche Leitung für ein Joint Venture machen sollte.
00:03:53: Es war dann schon klar, dass existiert auf dem Papier aber physisch gibt es da noch nichts.
00:03:59: Sofern bin ich gestartet mit viel Motivation und Gute Mutes um gute Mut und habe mir damals als Regelwerk also den Vertrag vorgenommen geschaut, was hat man damals oder was haben die Vertragsparteien damals für dieses Unternehmen erdacht?
00:04:18: Weil es ist vielleicht zu einem speziellen Fall.
00:04:21: Es ist so dass wir ein Fünfzig-Fünfzig Joint Venture sind also zwei Aktionäre haben, die zugleichen Teilen nicht beherrschen sondern wirklich zugleich in Teilen beteiligt sind an der Firma und diese Idee war das eigentlich.
00:04:36: der eine bringt so bisschen Knowhow und Produktionserfahrung Die andere Firma hat den pharmazeutischen Hintergrundprodukte und den Bedarf, und die Marl sozusagen.
00:04:48: Und jetzt war es also so, dass man schauen muss.
00:04:52: Man musste im ersten Moment gar nicht so richtig wo die Reise hingeht.
00:04:56: Man hatte ein grobes Ziel.
00:04:57: Also in drei, dreieinhalb Jahren sollt ihr produzieren aber es hatte eigentlich ... weil's sich begonnen hat, war es mehr oder weniger noch grüne Wiese.
00:05:07: das heißt wir mussten erst mal schauen mit dem einen Hauptaktionär zusammen das ganze Projekt, wenn ich mit auf die Beine stehe und dann schauen.
00:05:14: Dass wir eine Anlage errichten, die es uns danach erlaubt in der richtigen Zeit im Budget zu produzieren.
00:05:22: In parallel dazu waren wir natürlich gefordert auch dieses gesamte Start-up zu managen.
00:05:30: Das heißt, wir brauchten Personal, wir brauchen Tech Produktionstransfers also Produkt... Ausstattung,
00:05:35: Büroausstattungen alles?
00:05:37: Ja!
00:05:37: Und ich glaube mich noch sehr gut.
00:05:39: Wir haben nämlich ein Bild gemacht vom von dem Zeitpunkt, wo wirklich der erste Pfahl in den Boden gerammt worden ist.
00:05:44: Da hast du richtig gesagt, da standen sozusagen vier Mitglieder der Geschäftsleitung vor so einer großen Bohrgerät und damit ging eines los.
00:05:52: Und das ist eigentlich ... wenn man sich nimmer zurückkriegt, nennt es so eine spannende und eigentlich besondere Situation, dass man in der Lage sein darf etwas von Null vom Vertragswerk ausgehen ins Leben zu rufen.
00:06:08: Wir hatten Interessanterweise passen dazu auch später noch das Projekt bring by you into life.
00:06:14: Das ist so eine Initiative gewesen, da komme ich vielleicht später noch dazu aber es ist ja eine außergewöhnliche Phase und Zeit gewesen die bis jetzt heute erleben durfte und da bin ich sehr dankbar für ihr.
00:06:26: Ich kann mir das auch gut vorstellen, ich habe das selber leider nie erlebt aber von einem weißen Blatt Papier dass nachher die Vertragsgrundlage beinhaltet fertigen Produkt, das nachher ausgestoßen wird und verkauft wird ist es schon irgendwie ein tolles Gefühl.
00:06:42: Und wenn wir vielleicht diese Phase die ich jetzt sehr stark abgekürzt habe da geschallt hab, wenn du jetzt diese Phase mal in drei Phasen unterteilen würdest?
00:06:51: Und vielleicht auch die jeweilige Herausforderung dabei wie würden diese Phasenaussehen?
00:06:55: Ja, wie gesagt eigentlich ist so die erste Phase die klassische Bauphase und Start-up.
00:07:00: von anders sind so drei je nachdem wie man Das anschaut der Businessplan und die Realität, also ich denke da ist kleinere zeitliche Unterschiede aber grundsätzlich so dreieinhalb Jahre.
00:07:11: Dann kommt eigentlich gerade im Pharmabereich eine Validierungsphase wo man eigentlich fängt zu produzieren und sich das dann entsprechend die Prozesse validiert um dann bei der Hörde dann entsprechend auch die Herstellungslizenz zur Beantragung.
00:07:27: Es war so wie zweite Phase und die dritte Phase ist dann eigentlich dieses reine Operationelle.
00:07:33: produzieren, nach Plan und so gut und so qualitativ hochwertig wie möglich an den Kunden liefern.
00:07:41: Wir sind jetzt eigentlich nun endlich in der letzten Phase.
00:07:45: aber jede Phase hat natürlich seine Herausforderung und die erste Phase ist man beginnt Man hat eigentlich schon die reine richtig so ein Carpex-Controlling Großprojekt Investitionsvolumen um die dreihundert Millionen Franken Und das gilt es, gelt's sage ich mal Bauherrenseitig Bauherrenzeitlich zu managen.
00:08:05: Aber im Parallel dazu, das habe ich vorhin schon kurz gesagt gehabt natürlich auch so eine Art Startup-Phase.
00:08:10: wir mussten schauen dass wir das erste Personal rekrutieren.
00:08:14: dann grundsätzliche Fragen wie schaut es aus mit der Finanzierung?
00:08:19: Das war da gerade jetzt erstmal noch nicht geregelt außer die Tatsache dass beide Aktionäre sich bereit erklären das zu finanzieren.
00:08:26: aber das Ausgestalten war ein wichtiger Punkt und das andere so ganz Basis.
00:08:32: Thema Ja, auf welchen ERP-System wollen wir denn arbeiten und wie?
00:08:37: Und da hatten wir natürlich mit dem einen der Hauptaktionäre wo wir jetzt hier vor Ort sind.
00:08:42: Natürlich ein relativ kurzen Weg, wo wir gesagt haben okay hier können wir uns anhängen bedeutet aber gleichwohl dass man eine SAP Rollout mal für die Prozesse machen muss, die man sich vorstellt und das rede ich hier tatsächlich von Vorstellen Ich war ja neu im Farmerbereich Neu mit der Firma natürlich mich relativ stark auf Person verlassen müssen, die hier schon sehr lange arbeiten und die Erfahrung mit diesen Prozessen haben.
00:09:10: Wir haben da wo ich gesehen habe dass das funktioniert an was übernommen.
00:09:15: und da wo Ich dachte da könnten wir da könnte ich meine Erfahrungen einbringen Prozesse bisschen anders definieren oder in einer Art und Weise definieren wie uns besser helfen hat man das entsprechend angepasst.
00:09:26: aber das war natürlich in der ganz gestaltet Prinzip Produktionsprozesse ... die man ja noch selber noch gar nicht kennt.
00:09:33: Und das war dann der Herausforderung, was natürlich eine Supererfahrung war,... ... denn man hat natürlich das Netzwerk sich aufbauen können... ... weil man hat ja über alle Module der SAP-Welt hinweg,... ... sei es vom Wehrhaus Eventome Management Production, Finance, Prokurement,... ... alle Fachleute an Tisch gehabt, mit denen man später auch weiterhin zusammengearbeitet hat.
00:09:53: Das war natürlich eine super Erfahrung fürs Netzwerken und für die Kontaktbildung gerade in den ersten anderthalb zwei Jahren.
00:10:00: Ja.
00:10:01: Du hast ja gerade schon das Thema Vertrauen angesprochen und es ist ein sehr, sehr wichtiges Thema vor allem in der Branche wo ihr unterwegs seid.
00:10:08: also ihr seid in einem hoch regulierten, pharma nahe Bereich unterwegs Und da ist natürlich schon... Also da gibt's kein Try and Error, ne?
00:10:16: Also es muss man nachher das fertige Produkt rauskommt dann muss er sitzen!
00:10:21: Da gibt's auch keine Vorstellen gering oder keine Varianten in der Produktqualität.
00:10:27: Erzähl doch mal welche Herausforderungen Vielleicht auch interessante Vielschläge, wo ihr daraus gelernt habt.
00:10:32: Sind euch da wieder laufen?
00:10:33: Gerade vielleicht in der Anlaufphase?
00:10:35: Ja und ich muss sagen, groß und ganz lief die Bauphase eigentlich zu großen Teilen sehr zu findständig.
00:10:41: Wir haben klassische Herausforderungen.
00:10:43: Wir liefen in die Corona-Zeit hinein, wo man dann noch ein paar Challenges hatte wie man mit mehr als hundert Leuten auf der Baustelle immer noch arbeiten kann, obwohl Corona war.
00:10:54: Und ich glaube, die größte Herausforderung hat man tatsächlich im Bereich der Validierung und der Erlangung der Herstellungslizenz.
00:11:02: Und das Lager ist tatsächlich etwas, was für mich in der Intensität mit der Detailgenauigkeit, mit der man dann arbeiten muss neu gewesen.
00:11:13: Wir haben sicherlich sehr farme Kollegen gehabt und ich würde behaupten auch da hat man zum Teil vielleicht den Aufwand unterschätzt.
00:11:21: wir hatten ja Swissmedic Audits die nur teilweise zufriedenstellend gelaufen sind.
00:11:27: Und dann ist man eigentlich an den Punkt gekommen, wo man sich quasi so eine Art Restset machen muss und sagen okay wie wollen wir arbeiten?
00:11:36: Wie müssen wir arbeiten?
00:11:38: dass es uns gelingt und hier ist das Thema Vertrauen einerseits des Vertrauens und die dokumentierte Korrektheit unserer Anlage gegenüber dem Behörden zu dokumentieren aber auch auf der anderen Seite des Vertrauen der Aktionäre nicht zu beeinträchtigen weil sie wollen ja von uns etwas und haben sehr, sehr stark investiert.
00:11:59: Und diesen E-Set, den mussten wir tatsächlich Ende zweiundzwanziger von dreiundzwzig machen, wo wir gesagt haben so funktioniert es nicht!
00:12:09: Wir müssen nochmal über die Bücher, wir müssen nochmal schauen wie wir uns besser dokumentieren können, wie wir ab vielleicht auch mal stationell anders aufstellen.
00:12:19: Und da spielen viele Komponenten mit rein, auch Team, Seniorität.
00:12:24: Haben wir die richtigen Leute an der richtigen Stelle?
00:12:26: Wo haben wir Einflussbebrauch und mehr externe Unterstützung, Beratung.
00:12:31: Und ein Thema was wir damals tatsächlich identifiziert haben ist diese Qualitik-Culture, die so wenig gefehlt hat... ...und da haben wir wirklich versucht einen Reset zu machen und seither haben wir also im Laufe des XXIV die Herstellungs-Lizenz bekommen Und weithin haben wir ein ganz anderes und sehr, sehr positiv uns gutes Verhältnis zu den Behörden.
00:12:59: Weil sie sehen dieser Reset hat was bewirkt und bekommt das auch unter Mauern mit zukünftigem, einer guten Produktion.
00:13:06: Auch da gab es dann Sicherheit in einem anderen Rutschlag.
00:13:09: aber trotzdem wir sind eben abgestanden
00:13:11: bekommen
00:13:12: besser geworden.
00:13:13: Also das war so eine Frage die war durchaus einschneidend und aus dieser Phase heraus hat's eigentlich sage ich mal einiges an Kulturinitiativen innerhalb der Firma gegeben, von denen die wir heute weiter leben und die uns eigentlich geholfen haben auch das Team besser zusammen zu schweißen.
00:13:31: Und wirklich auch frei fokussiert auf die richtigen Aktivitäten dann weiterzuarbeiten und
00:13:37: zu fokusieren.
00:13:39: Und Kultur ist genau das richtige Stichwort Stefan.
00:13:41: dass interessiert mich in vielerlei Hinsicht und zwar Ihr habt ja einmal die Herausforderung, dass ihr ja auf einem Campus von einem sehr großen Unternehmen seid.
00:13:50: Also das heißt so meuche Rom ist im Prinzip ein riesen Unternehmenskomplex und ihr seid dort als jetzt nicht mehr Startup aber es sind vergleichsweise kleines Unternehmen
00:14:01: drauf.
00:14:02: Jetzt wissen glaube ich alle, dass die Kultur von einem Großunternehmen in der Regel nach andere ist als eine Kultur von einer kleinen Unternehmen ist.
00:14:11: Herausforderung Nummer eins, Herausforderung zwei die ich jetzt spontan sehen würde.
00:14:16: Ihr habt ja quasi von null auf hundert relativ schnell aufgebaut.
00:14:19: klar es waren paar Jahre dazwischen aber trotzdem relativ schnell.
00:14:23: und wie schafft man das in so einem schnellen Aufbau?
00:14:27: trotzdem eine Kultur zu etabliern wo ihr sagt dass ist die Kultur die wir brauchen um die Mitarbeiter zu halten um die Produkte in der richtigen Qualität zu liefern und Vertrauen in die Behörden zu gewinnen.
00:14:41: Also das sind schon ein paar Herausforderungen, kann ich mir vorstellen oder?
00:14:44: Ja, die hat es definitiv.
00:14:46: also... Ich gebe dir Recht!
00:14:47: Wir sind jetzt sozusagen eingebettet in einen großen Campus hier.
00:14:51: Wir haben ein sehr enges Verhältnis zum Campus-Oder als einer der Aktionäre.
00:14:58: Er ist sehr stark daran interessiert Personalgestellung vorzubereiten, also auch ganze Infrastruktur bereitzustellen.
00:15:07: tatsächlich in der Hinsicht sehr stark integriert.
00:15:10: Das hat natürlich auch zur Folge, wenn auf dem Campus selber ein starkes Wachstum stattfindet, dass sehr viel mehr Opportunitäten verfügbar sind für Mitarbeiter sich vielleicht auch schneller zu verändern als das vielleicht ursprünglich geplant ist und das bringt... Hat uns dann zum Teil in die Not gebracht, dass wir relativ viele Turnovers hatten.
00:15:32: Ich würde sagen in den letzten zwei Jahren etwas verbessert Und das hat rein vom Umfeld her ein Grund, weil wir bewegen uns... Wir sind ja dann aus diesem Start-up und diesem Lizenzthema jetzt in eine dauerhafte kontinuierliche Produktion übergegangen.
00:15:53: Das hilft!
00:15:53: Das gibt Perspektive.
00:15:55: auch die Entscheidung eines Aktionärs hier sich sehr stark zu engagieren mit einem sehr interessanten und globalen Produkt hilft Mitarbeiter mehr an das Produkt zu binden und auch an die Produktion.
00:16:09: Die haben natürlich auch versucht, durch gute Mitarbeitergespräche, Development Plans auch versucht so ein bisschen die Möglichkeiten in der Organisation darzustellen.
00:16:21: Also mithabe der Entwicklung letztendlich auch?
00:16:23: Ja ja, Personalentwicklung ist sehr wichtig!
00:16:25: Und Personalentwickelung muss sein.
00:16:27: nicht jeder hat dieselben Ambitionen, sodass man ein bisschen über die Teamleiter dann spüren muss Wer ist ambitioniert?
00:16:35: Wer möchte gerne weiter, wo?
00:16:37: was können wir dieser Person innerhalb von BioArt geben.
00:16:40: Aber was auch in Zusammenarbeit mit dem Aktionären später als potenzielle weiteren Entwicklungen auf einem Standort oder einer globalen Funktion und das geht nur miteinander.
00:16:51: Jede Art Hock Notifizierung ich möchte gern in drei Monaten woanders anfangen ist natürlich immer Gift für die Firma.
00:16:58: deshalb man muss ein bisschen mehr spüren wurde Organisationen steht und wo sie die eigenen Teile der Organisationen, was Sie für sich sehen als Entwicklungsstelle.
00:17:07: Es gibt viele Beispiele, die wir haben auch intern hier Wechsel möglich machen konnten aus der Schicht in den Tagarbeit oder auch innerhalb von Abteilungen wechseln zwischen Operation und Quality.
00:17:20: Und das sieht man dann auch als Mitarbeiter und sagt wenn ich mich vielleicht ein bisschen horizontal entwickeln möchte und ich war in Operations geht dann in die Qualität.
00:17:31: Das ist für mich kein Rückschritt, sondern das ist vielleicht eine Weiterentwicklung.
00:17:34: Ich habe die Möglichkeit, mich selber ein bisschen mehr Erfahrung zu sammeln in den verschiedenen Bereichen und dann hab ich vielleicht noch ein besseres Portfolio und zu sagen da kann ich mir vielleicht auch viel breitere Basis bewerben.
00:17:47: Das andere Element ist natürlich... Themen rund um, was wir vorhin gesagt haben, Quality Culture.
00:17:52: Wir haben auch mittlerweile ein sehr engagiertes Team und das ist eine leistungsgetrag von eins, zwei Personen die super motiviert sind.
00:18:00: Die regelmäßig Veranstaltungen machen Quests, Essen Einladungen für die gesamte... Also von
00:18:05: innen heraus in den Kulturentwicklungen letztendlich?
00:18:08: Und das gibt auch einen Zusammenhalt!
00:18:10: Wir haben es dann auch versucht mit Firmen-Events.
00:18:13: Wir nehmen regelmässig unsere weitete Führungsteam zusammen solche Tagungen zusammeneintägige irgendwo außerhalb, wo wir gewisse Themen besprechen.
00:18:24: Jetzt war gerade Thema, die Strategiefestlegung für das Kommende und die Jahre danach mit über diese Hochschäenmatrix.
00:18:33: Und da sind wir eigentlich auch dabei also die n-minus zwei dann zu einzubinden.
00:18:39: Das hilft eigentlich auch, wir sehen dass da ein gewisser Wert ist und das hilft auch der Mitarbeiterbindung.
00:18:45: Da sind wir sehr glücklich darüber wie die letzten Monate und letzten achtzehn Monate eigentlich gelaufen sind, das wollen wir jetzt eigentlich kontinuierlich weiter führen.
00:18:55: Ihr
00:18:56: habt ja offensichtlich vieles richtig gemacht gerade in der Kultur.
00:18:59: nun wissen wir auch dass es bei der Ratbeikultur keine Blaupause gibt oder so.
00:19:06: Wir machen ja auch viele Kulturtransformationen oder so kulturverändernde Maßnahmen Und da ist es immer schon so.
00:19:14: Ja, so ein Stück weit Entwicklung und Schauen und probieren vielleicht auch.
00:19:17: Was funktioniert gerade in dieser Kultur?
00:19:19: Was funktioniert vielleicht nicht?
00:19:21: Du musst mal vielleicht nochmal anders angehen.
00:19:23: Hast du uns vielleicht ein Beispiel von einer Kultur verändernen Maßnahme die ihr vielleicht gemacht habt und wo er sagt ja oder musstet ihr vielleicht schildweit revidieren oder vielleicht auch doch noch anpassen also irgendwas was vielleicht nicht funktioniert hat.
00:19:36: Ja da habe ich jetzt ehrlich gesagt keinen so besonders gutes Beispiel dabei.
00:19:40: aber ich meine ich kann nochmal auf die einzelnen Punkte eingehen die für uns sehr, sehr positiven Eindruck oder sehr positiv sich entwickelt haben.
00:19:48: Ja
00:19:49: gerne!
00:19:49: Es ist eigentlich im Grundsatz so dass es oftmals die Kommunikation ist und zwar die Kommunication in alle Bereiche hinein das eigentlich jeder in der Organisation, ob er nun in der Produktion ist, in der Nachtschicht, irgendwelche Verbindungen zusammenbaut oder jemand in der Qualitäts- oder im Engineering Abteilung arbeitet.
00:20:12: Alle müssen oder sollten.
00:20:14: Wir müssen sollten wissen, was produzieren wir?
00:20:18: Warum produzieren das?
00:20:19: Was sind unsere Ziele?
00:20:21: Dass alle zusammen in eine Richtung gehen und das zu erreichen ist immer nicht ganz einfach!
00:20:25: Wir haben wirklich ein großes Team mit der Schichtarbeit gemacht die alle zu erreichen zum richtigen Zeitpunkt ist.
00:20:31: nicht ganz allweil war.
00:20:32: wir haben uns dann als Geschäftszeitung entschieden wir machen jede Woche anderthalb Stunden Gamberwalk in der Produktion.
00:20:38: das heißt wir gucken uns an Wo ist gerade Aktivität?
00:20:42: Wo sind relativ viele Mitarbeiter?
00:20:44: Wir gehen hinein, wir hören
00:20:47: zu.
00:20:47: Wir hören zu und sagen was liegt euch auf dem Herzen?
00:20:51: Habt ihr Themen die wir verbessern können?
00:20:53: Und aus diesen Gesprächen heraus einerseits gibt es den Mitarbeitern die Möglichkeit wirklich aktiv auch mit der Geschäftsseitung zu kommunizieren in dem Umfeld wo sie sich auch wohl fühlen.
00:21:05: das ist ja nicht gegeben Und wir können selber auch, wir lernen jedes Mal dazu.
00:21:11: Ich war letzten Mittwoch und habe einen Rohringaustausch mitgeschaut und eben dann erklärt was ihr da alles macht usw.
00:21:18: Davon lernt man selber etwas.
00:21:20: aber man hat gleichzeitig auch ein offenes Ohr für die Mitarbeiter.
00:21:23: Vor allem mit der Rasse gezeigt an deren Arbeit, an deren Wertschöpfung.
00:21:27: Das ist Ihr Bereich wo sie sich wohlfühlen.
00:21:29: Nächste Woche machen wir das erste mal das Townhall an drei Zeitpunkten.
00:21:34: also wir gehen in die Nachtschicht, wir gehen hier in die Frühschicht.
00:21:36: Wir machen das an der Tag und da bin ich jetzt sehr gespannt drauf wie es funktioniert.
00:21:40: Es geht einfach darum wirklich diese Kommunikation über alle Ebenen hinweg sicherzustellen Und dann kann man in diesen Events oder den kleinen Coffee Breaks Oder mal ein Kuchen oder eine kleines Hub Quiz.
00:21:55: hier und dort Kann man wieder auf an diese Punkte wieder anknüpfen.
00:21:59: Ich verspreche mir da sehr viel von, dass wir weiterhin weiter die Ganzorganisation mitnehmen und engagiert dann dazu bringen, gute Qualität zu produzieren.
00:22:09: Weil am Ende vom Tag Kanten haben wir leider auch erlebt es kann ein kleines Charakter sein, die eine Produktion zur Lichte machen und das ist natürlich ein großer Schaden den wir niemanden wünschen.
00:22:21: Deshalb müssen alle an einem Strang ziehen!
00:22:23: Man spürt förmlich die Energiestaffern wenn du sagst Kultur verstärkenden Maßnahmen investiert.
00:22:31: Und wenn wir uns jetzt mal lange noch in fünf Jahren nochmal sprechen würden, woran würdest du erkennen dass er oder das du erfolgreich wart mit diesen Kulturmaßnahmen?
00:22:43: Also ich würde sagen, wenn wir einen Punkt kommen wo wir keine Organisationseinheiten mehr kennen, wo wir sagen es gibt eigentlich ein Fließendes über die Abteilung hinweg ein Mietereinander diese ganze... Also keine
00:22:56: Sihilus.
00:22:56: letztendlich auch ne
00:22:57: sind weg.
00:22:58: Jeder denkt produzierend, gut orientiert und da gibt es keinen Fingerpoint mehr.
00:23:07: Deine Zustände, ich meine zusammen aber arbeiten als ein großes Team.
00:23:11: Wenn das erreichen glaube ich haben wir und ich hoffe dass ist schneller als in fünf Jahren.
00:23:15: Hoffe ich dass wir wirklich erfolgreich sein können.
00:23:17: Wir haben relativ viel vor der Brust jetzt in den nächsten Jahren was wir produzieren sollen und wollen und da brauchst du es eigentlich schon relativ bald.
00:23:25: Und wir arbeiten wirklich darauf hin, dass das schneller klappt als nicht.
00:23:28: Ich
00:23:29: bin wirklich begeistert weil gerade jetzt... Du hast ja jetzt ein paar Mal gesagt, das sind weiterhin noch Herausforderungen vor euch.
00:23:36: wahrscheinlich seid ihr immer noch in der Wachstumsphase.
00:23:39: Man müsst vielleicht auch immer wieder neue Produkte und wie haben wir auch schon gesagt?
00:23:43: Ihr seid an einem Pharmazie nahe im Bereich unterwegs also die Ansprüche an Qualität ... und Produkte immer hoch sind, vielleicht aber auch weiter steigen.
00:23:53: Vor allem deswegen muss der Fokus auf Kultur liegen... ... damit das alles funktioniert, oder?
00:23:59: Ja ja, weil es kann keiner alleine.
00:24:01: In dem Fall kann es keine alleine oder es kann man noch nicht ohne ein Miteinander,... ...weil ein Mitarbeiter der Qualität kann nicht die Qualität richten... ...und ein Mitarbeiter einer Produktion kann's auch nicht qualitätsfrei sondern jeder muss da zusammenarbeiten.
00:24:16: Und am Ende vom Tag ... profitiert die Firma, profitieren die Aktionäre und ... ... plus endlich natürlich auch die Patienten wie von uns hochwertig.
00:24:26: Ich habe mal für ein Projekt so einen Kulturkostenrechner mal aufgesetzt,... ... wo man dann auch ganz schön sehen kann... ... je nachdem wie groß die Krankheitstage, Fehltage vielleicht auch Doppelarbeit
00:24:38: usw.,
00:24:38: welche Kosten das auf verursacht fürs Unternehmen also quasi Kultur kosten.
00:24:44: ich glaube wenn wir aber den Kulturkossenrechners für euch machen würden müssten wir da noch ein paar Stellschrauben hinzufügen, weil wenn das nicht funktioniert bei nachher fehlerhaften Produkte und dass mit irgendwelchen Folgekosten dann verbunden rauskommen.
00:24:59: Das potenziert sich ja.
00:25:00: Das sind ja nicht nur die Krankheitstage der Mitarbeiter oder Lohnausfälle und so weiter, die dann zu Buche schlagen sondern da ist das ganze Geschäftsmodell im Zweifelsfall gefährdet.
00:25:11: Das ist definitiv so.
00:25:12: also da und gerade in den Pharma-Bereichen wird auch wirklich von exponentiell hohen Kosten die da entsteht wenn mir dann die Umsatzausfälle hinzurechnen, ja das ist definitiv so.
00:25:22: Und ich glaube und deswegen bin ich sehr froh dass wir dieses Gespräch führen oder geführt haben bis zum gleich am Ende um zu zeigen dass die richtige oder die falsche Kultur einen Riesenhebel haben kann.
00:25:36: wie gesagt nicht nur auf diese primär offensichtlichen Kosten wie Krankheits- oder Arbeitsausfall usw.
00:25:43: sondern tatsächlich Die ganze Wertschöpfungskette entlang wirkt sieht das aus.
00:25:47: Also von daher wäre Kultur vernachlässig, der hat sehr schnell das Nachsehen, so kann man es auf jeden Fall sagen.
00:25:54: Und die Chancen, die wir haben eben... Wir sind eine kleine Organisation und wir haben wirklich alle Funktionen hier vor Ort in einem Gebäude und da kann natürlich auch die Kommanderation viel besser fließen und wir sollten das als Chance sehen, auch hier ein besseres Miteinander hinzubekommen.
00:26:11: Gerade auf einem großen Campus, in einer global agierenden Firma ist das natürlich mitunter schwieriger.
00:26:20: Und es ist eine Chance die wir haben und die versuchen wir zu nutzen.
00:26:24: Klasse!
00:26:25: Stefan vielen, vielen herzlichen Dank.
00:26:27: Das waren schöne plastische im Kreifgärere Beispiele.
00:26:32: ich fand sehr spannend.
00:26:33: Herzlichen Dank.
00:26:34: Ich danke dir für die Möglichkeit das mal darzulegen und vielleicht auch ein anderes Mal.
00:26:39: Danke schön
00:26:40: Auf jeden Fall!
00:26:43: Und das war Mendel Talks Finance.
00:26:46: Vielen Dank, dass Sie uns begleitet haben.
00:26:48: In jeder Episode bieten wir Ihnen tiefe Einblicke in die Strategien Visionen und Innovationen, die die Finanzwelt von morgen prägen.
00:26:56: Wir hoffen sie haben wertvolle Erkenntnisse dabei gewonnen.
00:27:00: Wenn Sie MendelTalks Finance abonnieren bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
00:27:04: Wir sprechen mit hochkarätigen Gästen, Weitere Informationen finden Sie unter VictorMendl.de.
00:27:14: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zu unserer nächsten Folge von Mendel Talks Finance.
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