#77 Best of Business Partnering: Wachstum mit Substanz: Profitabilität, Geschäftsmodell und Wertschöpfung
Shownotes
Wachstum mit Substanz: Profitabilität, Geschäftsmodell und Wertschöpfung
Wachstum klingt fast immer gut. Doch mehr Umsatz allein ist noch kein Beweis für ein gesundes Geschäftsmodell. Entscheidend ist, ob Wachstum langfristig auch Wert schafft.
In dieser Best-of-Folge von „Nice to know for CFO“ betrachten wir Wachstum aus drei Perspektiven:
• Veronika von Heise-Rotenburg erklärt, warum Unit Economics, Finanzierung und Profitabilität heute früher zusammengedacht werden müssen.
• Lars Corbo zeigt, warum die GuV allein nicht ausreicht. Finance muss das Geschäftsmodell, seine operativen Werttreiber und die tatsächliche Wertschöpfung hinter den Zahlen verstehen.
• Marek Borgstedt verbindet unter dem Gedanken „Lean and Green“ Effizienz und Nachhaltigkeit. Weniger Ausschuss, kürzere Wege und geringere Bestände können gleichzeitig Kosten, Geschwindigkeit und CO₂-Bilanz verbessern.
Die zentrale Steuerungsfrage lautet deshalb nicht: Wo können wir noch kürzen? Sondern: Welcher Einsatz von Kapital, Zeit und Menschen erzeugt den größten nachhaltigen Wert?
Originalausschnitte:
• Veronika von Heise-Rotenburg, Folge #66 • Lars Corbo, Folge #62 • Marek Borgstedt, Folge #59
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Transkript anzeigen
00:00:00: Drei Fragen für heute.
00:00:01: Wann schafft Wachstum wirklich Wert und wann nur mehr Arbeit?
00:00:05: Warum erzählt die GUV nie die ganze Geschichte eines Geschäftsmodells, Und wie können Effizienz- und Nachhaltigkeit gleichzeitig die Marge verbessern?
00:00:14: Hallo und Willkommen zu – Nice to know for CFO.
00:00:18: In diesem Best of geht es um Wachstem mit Substanz Also um die eher unromantische Frage was nach Umsatz, Schlagzeilen und ambitionierten Plänen tatsächlich übrig bleibt.
00:00:28: Den Anfang macht Veronica von Heise-Rotenburg – sie zeigt, warum Wachstum, Finanzierung und Profitabilität heute früher zusammengedacht werden müssen.
00:00:37: Denn ein Geschäftsmodell wird nicht dadurch gesund, dass man seine Verluste nur schnell genug
00:00:42: skaliert.".
00:00:53: Wachsom, wachsom.
00:00:54: So schnell wie möglich den First Mover Vorteil irgendwie auch nutzen.
00:00:59: Profitabilität wird sich schon einrichten bei einem genug Skaleneffekt erreicht hat und wir haben im Vorgespräch darüber auch geredet.
00:01:09: und deine These ist das reicht nicht mehr.
00:01:12: Das funktioniert so nicht mehr.
00:01:14: diese alte Logik die vielleicht die meisten Finanzler denken warum nicht?
00:01:19: Naja, weil das Kapital einfach deutlich teurer geworden war.
00:01:23: Früher, also das heißt so vor zwei tausend, einundzwanzig, zweitausend zwanzig galt immer Wachstum first.
00:01:30: Profitabilität wird dann schon irgendwann kommen, weil eben Investoren Geld einerseits einfach einzuerben war und zweitens relativ billig war.
00:01:40: Das hat sich twotausend einundswanzig mit Covid ... in der wir noch mal jedenfalls in Europa... ...in eine Funding-Krise gerutscht sind, deutlich geändert.
00:01:50: Das Kapital ist deutlich teurer und wählerischer geworden.
00:01:54: Und das bedeutet eben auch,... ...dass wir als Geldsuchende startups & scaleups sehr darauf achten müssen,... ...jedenfalls den Pfad zur Profitabilität darlegen zu können.
00:02:07: Bei Everphone haben wir nach acht Jahren positiven Ebit erzielt,... Jetzt nach zehn Jahren sind wir nahe am positiven EBT und ich denke, dass wieder in den nächsten Monaten auch was verkünden können.
00:02:18: Das ist der eindeutige Beleg, das der Pfad, den wir da vorgemalt haben trägt – auch übrigens, dass wir zwei Profi-Center haben die Vermietung und die Vermarktung der Gebrauchgeräte.
00:02:30: Und des Wachstums, das wir jetzt erzielen, das ist kein Selbstzweck sondern es basiert auf soliden Unit Economics, die wir natürlich in den letzten Jahren an den verschiedensten Stellschrauben optimiert haben.
00:02:43: Das klingt jetzt irgendwie so unfancy ist es auch.
00:02:46: ich arbeite sehr gerne mit Treiberbäumen und es gibt diesen Treiberbaum der ungefähr zwanzig Faktoren hat, die in unsere Unit Economics rein spielen und jede einzelne davon vom Refinanzierungszins bis zur Anzahl der versandten Pakete Rohbestellung müssen wir unbedingt optimieren, um dann am Schluss die Uniteconomics zu stärken.
00:03:07: Und das konnte Ewa von seit Jahrzehnteinzwanzig immer nachweisen.
00:03:11: Du hast jetzt ein Begriff schon dreimal in Raum geworfen, der es glaube ich nicht den meisten geläufigt, eine Unit Economics erklären nochmal bitte!
00:03:18: Das sind einfach die Schlückkosten... Und der Verkaufspreis der Einheit oder bei uns alle Erlöse, die wir aus einem Gerät ziehen können – also die Mieterlösung und auch die Restwärterlösungen müssen eben über den Kosten liegen.
00:03:31: Und müssen idealerweise so viel Mehrertrag erwirtschaften, dass dann ab einer gewissen Größe auch die gemeinsamen Kosten gedeckt werden können.
00:03:41: Bei uns ist diese Kostengrenze relativ klar Top-Down errechnet von Full Service Fahrzeug Leasing, wo man die recht gut kennt und wo es auch belastbare Zahlen gibt.
00:03:51: Device as a Service ist ja ein sehr neues Geschäftsmodell so dass es da wenig Vergleichsmodelle gab an denen wir uns orientieren konnten.
00:03:58: und wir merken auch Wir sind jetzt knapp an dieser Grenze Und die Profitabilität zeigt sich seit Anfang diesen Jahres schon sehr klar in den Zahlen.
00:04:07: Das heißt Du hältst jetzt nichts von einer Mischkalkulation, sondern nach dem Motto macht nix wenn ein paar Produkte negativ sind.
00:04:14: Sondern jedes Produkt muss einen Ertrag generieren.
00:04:17: oder kann man das so sagen?
00:04:18: Ich würde noch nicht auf Produktbasis gehen aber ich würde jedenfalls sagen die Zusammenschau der Produkte Die Zusammenschau der Kunden, die sollten einem positiven Ertrage ergeben und man muss wissen Wenn man von diesem Prinzip abweicht warum man es tut und wann man es drehen will.
00:04:36: Es ist ja völlig okay zu sagen, ich subventioniere ein neues Produkt für drei Monate.
00:04:44: Oder ich gebe irgendwas zusätzlich her weil ich weiß dass sich damit die Subscription stärken kann oder ich gebe immer dreizehn Prozent Rabatt auf Verlängerungen weil ich weiss das da wirklich im Arsch und Effekt zwanzig Prozent sind.
00:04:57: aber um sowas treffsicher entscheiden zu können muss Ich halt die zahlen erst mal kennen und das aufzustellen ist glaube ich Gerade für früherfasige Start-ups, möglicherweise ohne das sehr klaren Datenbasis oder vielleicht auch Erfahrungslage über das Kundenverhalten.
00:05:14: Du hast schwer!
00:05:16: Jetzt haben wir schon ein paar Mal Veronica über das Thema Profitabilität geredet und ich glaube wenn so die Allgemeinheit das Wort Profitibilität hört dann verbindet sich schnell damit auch okay Stellenstreikung, denn es ist nächstes Sparprogramm usw.
00:05:31: Da kann dieses Effizienzdenken langfristig natürlich auch das Wachsum bremsten.
00:05:37: Wie bringst du das in Einklang, Wachstum und Profitabilität?
00:05:41: Ist es für dich das Gleiche, sagen wir mal was das allgemeine Denken ist also gleich Kostcuttingen
00:05:45: usw.?
00:05:46: Nicht unbedingt!
00:05:47: Für mich bedeutet profitabel werden vor allem Steuern wo der Wert entsteht.
00:05:52: Und das bedeutet da größte Hebel den wir haben, der ist die Marge einerseits des Pricing Schärfen, wo das möglich ist Deckungsbeitragsstarke, Segmenten oder Produkte stärken.
00:06:05: Aber natürlich auch auf die OPEX schauen und dies senken wo kein Wertbeitrag entsteht aber die wertschaffenden Kosten Und bei uns ist das Durchauspersonal auch schützen.
00:06:16: Wir sind S&H Heavy Geschäftsmodell Das heißt unsere CAPEX, unsere Einkaufskosten für die Geräte und auch die Fremdkapitalkosten sind bei uns der größte Hebel.
00:06:27: Mir ist es jetzt zum zweiten Mal gelungen für unsere große Facility, die den Mietzeitraum abdeckt.
00:06:33: Die Marge zu senken und das wird für die Inventory Facility in Kürze zum dritten mal gelingen.
00:06:39: Jedes Mal merken wir die Unit Economics steigen ohne dass wir da in irgendeiner Weise Personalkosten, Mietkosten ähnliches anfassen müssen.
00:06:48: aber auch das gilt natürlich nur wenn die operativ tätigen Kollegen und Kolleginnen Die Datenbasis liefern, mit der ich der Bank überzeugend nachweisen kann, dass wir profitabel sind und noch profitabler werden.
00:07:02: Wachstum ist also erst dann wertvoll wenn zusätzliche Umsätze langfristig mehr beitragen als sie an Kapital- und Ressourcen verbrauchen.
00:07:10: Damit kommen wir zu Lars Korbo.
00:07:12: Er richtet den Blick hinter die Finanzberichte Denn eine GUV ist nützlich Aber sie erklärt ein Geschäftsmodell ungefähr so vollständig wie der Tacho Eine Reise womit das Unternehmen wirklich Geld verdient, welche Kunden Produkte und Prozesse wertschaffen, welche operativen Treiber dahinterstehen und wo Ressourcen gebunden werden ohne einen entsprechenden Beitrag zu leisten.
00:07:36: Das verlangt Nähe zum Geschäft – nicht als freundlichen Betriebsausflug sondern als Voraussetzung für gute Steuerung.
00:07:44: Also wie schafft man das?
00:07:46: Wenn man so viel rumkommt trotzdem sehr schnell sich das Business noch anzueignen, weil ich glaube, dass er mir schnell einig, dass der Schlüssel ist um mehr Wert zu erzielen.
00:07:57: Also wie schaffen wir als Finanzler uns schnell in die Themen einzurbeiten?
00:08:01: Schnell ins Business einzurarbeiten, um auch wirklich schnell in Wirkung zu gehen?
00:08:06: und Wirkung zur Erziehung.
00:08:08: Genau!
00:08:08: Ich glaube da hilft die Kombination.
00:08:10: wo ich mal bei PVC war gab es einen schönen Satz an das Denze-Kleins-Business.
00:08:13: Das wird betragbar auf alles also erstmal das Geschäftsmodell verstehendes Unternehmen zumal reinkommt Erst mal auf der Vogelperspektive, ohne jetzt tief reinzugehen zu schauen was.
00:08:22: Womit verdient das Unternehmen Geld?
00:08:24: Was ist die Strategie?
00:08:24: Das meiste sogar von den Leuten vor Ort gar nicht so klar beantwortbar steht dann runterzubrechen.
00:08:31: Was sind die Wertschöpfenden Tätigkeiten?
00:08:33: womit wird wirklich Geld verdienen oder verbrannt?
00:08:35: und dann kann man Details reingehen und tiefer schauen.
00:08:38: es klingt natürlich auch ein bisschen davon ab dass habe ich für eine Unternehmung gerade da stehen.
00:08:41: Die Branche ist es im Restrukturierungsfall Turnaround oder Beinbild aber vom Gruppenzept kann man damit erstmal anfangen.
00:08:48: Okay, also das heißt womit verdiene ich Geld?
00:08:51: Wo verliere ich
00:08:52: Geld?".
00:08:52: Das sind wahrscheinlich so das obere und das untere Ende der Wertschöpfungskette vielleicht auch.
00:08:57: Genau!
00:08:58: Strategie... Ja, so wie du sagst, das ist manchmal leichter gesagt aber wenn man in etablierte Unternehmen reingeht dann ist so der Klassiker.
00:09:07: ja das macht man halt so weil es halt immer schon gemacht hat und das war vielleicht auch ganz gut immer so oder nicht?
00:09:13: Aber die Strategie ist nicht immer zu erkennen.
00:09:16: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der mir so auffällt.
00:09:18: Wenn ich mal verschiedene, gerade Management sitzen habe und das ist auch ganz spannend wenn du fragst nur verschiedene Leute weil auch mal Mitarbeiter, ich finde es auch ganz spannend Du kommst mal rein sprichst mit der Basis erstmal wirklich auch verstehen wovon leben die denn?
00:09:30: Weil die schaffen eigentlich den Mehrwertes.
00:09:32: Man sitzt oben.
00:09:33: okay gibt die Ideen vor idealerweise Die Basis zu fragen was macht ihr wie versteht ihr die Firma oder sind die riesige und schwächen und damit der management zu reden?
00:09:41: und haben die die gleiche Sichtweise auf wirklich die Wertschöpfung und auf die Strategie Themen.
00:09:45: Ich sag mal, simple gesagt umfassendes Wettsteigungskonzept wie würdet ihr das umsetzen?
00:09:50: Und hast du hoffentlich idealerweise die gleiche Strategie oder Ideen wie man es optimieren kann?
00:09:56: aber wenn sie gar nicht klar ist dann hast du schon ein Thema wo du sagst, wisst ihr überhaupt was ihr machen wollt?
00:10:00: ne?
00:10:01: Gibt's überhaupt eine gemeinsame Ausrichtung oder?
00:10:04: Die muss ich auch gar nicht geben!
00:10:05: Das ist ja gut wenn man keinen kompletten Konsens hat, sondern laufen alle in die gleicher Richtung.
00:10:09: Es kann ruhig ein Diskurs sein Aber letztendlich muss man dann sagen, in welche Geschäftsbereiche stecke ich mein Geld.
00:10:15: Was will ich machen?
00:10:16: Wo will ich langfristig
00:10:17: hin?".
00:10:17: Das ist auch komplett okay wenn man irgendwann... Man muss sich auch eingestehen das war vielleicht der falsche Weg!
00:10:21: Das ist glaube ich jetzt in der Transformation zwar viel wichtiger.
00:10:24: Natürlich kann es nicht alles beeinflussen.
00:10:25: zb E-Autos Dann gibt's ja als Zulieferer Plangrößen Gibt's davor, baut ne Produktionsbereich auf.
00:10:32: Hoffst du darauf dass die OEMs wirklich die Plangrößen vorstellen?
00:10:36: Die Automobilerstelle sagen wunderbar das nehme ich ab.
00:10:38: nur wenn in irgendeinem Sagen nicht mehr dann hängst du da und da muss ich ja was im Plan B immer am Tisch haben meiner Schublade zu sagen so wie steuere ich denn
00:10:46: ohne.
00:10:47: Super okay aber erst einmal von vorne.
00:10:49: der Finanzler kommt in ein Unternehmen Und wir haben festgehalten womit verdientes Unternehmengeld?
00:10:55: wo verbrannt ist vielleicht Geld?
00:10:56: Was ist die Strategie?
00:10:58: Nehmen wir mal dieser Dreiklang So als eines der wichtigsten Themen, worauf man das erste schauen muss.
00:11:03: Wenn man als Finanzler, wo man mehr Wert erzielen will einfach mal draufschauen soll.
00:11:08: Okay, das war es haben wir geklärt.
00:11:10: Lass uns über das Wie reden!
00:11:11: Wie gehen wir daran?
00:11:13: Klar, als Finanzer bist du natürlich prädestiniert aus meinen Bilanzen zu schauen, guckst du dann die Bilanz im G&V an, guckt natürlich auf.
00:11:18: was habe ich da an toxischen Sachen drin wenn die Forderungen also DSO, DP oder DIO sich nicht wirklich in Verhältnis zur Bilanz sauber bewegen.
00:11:28: hinterfragen der Gründe ist zum Beispiel beim Unternehmen, dass ein Lager hat auf was liegen da für Altware Bestände rum?
00:11:35: sind die richtig bewertet worden.
00:11:36: Da macht man sich auch das vor.
00:11:38: Klassiker Sicherung Forderungsbereich.
00:11:39: ganz ehrlich gibt's immer tausend Ausflüchte.
00:11:43: So oft ein Unternehmer lebt kommt es rein als einen Riesen-Forderungsbestand.
00:11:45: Es geht immer wahnsinnig viel Ideen.
00:11:48: warum klappt das nicht?
00:11:48: Warum ich das Geld nicht holen kann?
00:11:50: Außen aber ein zwei drei also keine gelebten Prozesse.
00:11:53: und das der Finance Business Partner der Finanzen sicherlich der Orchestrierer würde ich sagen nicht nur ein Business Partner sondern auch der Orchestriere, der Strategie wo das Ganze optimieren muss sich die verschiedenen Parteien am Tisch holt weil es schön ist wenn du einen Prozess niedergeschrieben hast.
00:12:06: Wenn er nicht gelebt wird in der Praxis da ist dann bringt's nichts.
00:12:10: im Ende des Jahres zu sagen ich bereinige es auf eine harte Weise.
00:12:13: Sondern es muss ja auch für die Zukunft jederweise
00:12:15: aufhören.
00:12:16: Das ist glaube ich der Kernpunkt.
00:12:18: neben der Bilanz zu schauen auch wie meine Segmentstruktur aufgebaut.
00:12:22: was sind Themen dann bewegen welche Richtung auch immer gut oder schlecht.
00:12:26: Und Investitionen, die uns da jetzt als auch in der Zukunft bewegt haben, die vielleicht auch faktisch einfach nicht gut sind und sagen ja gibt es einen Grund dafür?
00:12:35: Sind sie noch rettbar oder muss ich wirklich den Stecker
00:12:37: ziehen?".
00:12:38: Du hast das fast beiläufig gesagt weil es für dich vielleicht so selbstverständlich ist Das Thema kommunizieren.
00:12:43: also klar ist Der Finanzler muss Finance Know-how haben und Balanzen G&V und alle Themen lesen können aber auch was du gesagt hast Er muss auch mal raus und reden.
00:12:55: Er muss gelebte Prozesse verstehen, nicht nur die Niedergeschriebenen.
00:12:59: Und das geht nur indem er fragt, fragt und versucht da zu verstehen.
00:13:04: Also ich glaube das Thema Kommunikation was für dich jetzt so selbstverständlich ist weil du eben so
00:13:09: viel gesehen
00:13:09: hast und so schnell dich einarbeiten musstest habe ich das Gefühl manchmal wird vernachlässigt.
00:13:17: also die wahre Wahrheit ist nicht nur in den Zahlen zu sehen oder?
00:13:22: Das ist das.
00:13:23: ich glaube noch dass alle wichtig sind.
00:13:24: der die Kernreife vielleicht auch für mich würde ich sagen.
00:13:28: Der finanzler wird gesehen als jemand den Büro sitzt und arbeitet.
00:13:31: das ist wichtig, das ist das Wurstzeug.
00:13:34: aber viel wichtiger ist glaube ich wenn man ein Business Partner eine Strategie werden will und sich weiter entwickeln wir in dem Unternehmen ein Mehrwert.
00:13:41: es genau das Gegenteil der Fall.
00:13:43: gehe raus sprich mit allen überall Geh mal ins Lager rein, sprich mit den Leuten.
00:13:48: Dann siehst du auch mal, hey da sind Themen, Prozesse laufen nicht.
00:13:51: Wir haben das Schwachstellen.
00:13:52: Sprich mit dem Verkauf.
00:13:54: Warum ist ja meistens ein Pareto-Prinzip?
00:13:57: Die Großkunden machen den Großteil aus!
00:13:59: Aber was ist mit den ganzen Themen Altkunden?
00:14:02: und warum haben die nicht angegangen?
00:14:03: Kann ich los Customers wieder reaktivieren?
00:14:05: Da kannst du also mit dem Konzept zu entwickeln... Der Business Partner wie heute da ist der finanzler hat einen viel größeren Benefit wenn er unterwegs mit den Leuten redet die verschieden Abteilung zusammenbringt Abteilungsübergreifendes Arbeiten und das löst, weil dann hast du was geschafft.
00:14:20: Der Rest ist alles ein Beiwerk.
00:14:22: aber das hauptsächlich muss sein die Kommunikation Die Teamarbeit übergreifen über alle Abteilungen.
00:14:28: Wer Wertreiber verstehen will, muss also raus aus dem reinen Berichtswesen und hinein in Produkte, Prozesse und Kundenlogik.
00:14:36: Dort zeigt sich auch das Effizienz- und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sein müssen – weniger Ausschuss, kürzere Wege, geringere Bestände und besser genutzte Ressourcen verbessern häufig gleichzeitig Kosten-, Geschwindigkeit- und CO-Zweibilanz.
00:14:51: Marek Borgstedt verbindet diese Perspektiven unter dem Gedanken Lean and Green.
00:14:57: Der Ansatz ist erfreulich pragmatisch.
00:14:59: Verschwendung wird schließlich nicht wertvoller, nur weil man ihr ein Nachhaltigkeitslabel
00:15:04: gibt.".
00:15:26: auch dann am besten nicht irgendeine PPM-Rate einführen, wo achtzehn Prozent in der Produktion schon gar nicht mehr wissen, was ist eigentlich überhaupt PPM.
00:15:34: Man kann einfach sagen, ich zähle einfach mal ein Stück Ausschuss und gebe als Ziel vor dürfen nur einen Teil am Tag Ausschuss sein und das ist das, was die Mitarbeiter beeinflussen können und was sie auch gut messen können und wo sie dann auch ein gutes Gefühl haben ob es jetzt gut oder schlecht war.
00:15:51: Ja, ich denke auch wenn die Fußnoten auf so einem Kennzahlensystem länger und größer sind als das Kennzahlungssystem selber dann hat man vielleicht nicht die richtigen Kennzahlen.
00:16:02: Genau!
00:16:03: Du hast vorher noch was Spannendes gesagt dass bei Operations auch das Thema Nachhaltigkeit relevant ist.
00:16:09: jetzt ist Nachhaltigkeits natürlich ein Thema.
00:16:12: das kostet Geld also zumindest im allgemeinen Volksmund Und wir haben im Vorgespräch darüber auch schon gesprochen und du hast da was Cooles gesagt, das habe ich mir natürlich gleich notiert.
00:16:23: Lean and Green.
00:16:26: Also das heißt erklärt du das mal!
00:16:28: Wie hängt es für dich zusammen?
00:16:30: Warum ist Lean & Green in einem Satz durchaus sinnvoll zu nennen?
00:16:34: Genau also für mich ist das Thema Nachhaltigkeit war ja meine Zeit lang so ein bisschen gehypt.
00:16:40: wenn man ehrlich sind die letzten zwei Jahre repräsentative Umfrage machen würde, würden wahrscheinlich achtzig Prozent der Manager sagen lasst mich bloß mit dem Thema in Ruhe damit will ich nichts tun haben.
00:16:52: Trotzdem wenn wir ehrlich sind ist das Thema Nachhaltigkeit natürlich für unsere Zukunft schon
00:16:57: wichtig
00:16:58: aber ich glaube dass entscheidende ist.
00:17:00: wir müssen das Thema nachhaltigkeit mit dem thema Performance Optimierung zusammenbringen.
00:17:05: Wir nennen das immer Lean and Green und für mich ist auch dadurch das Thema Lean in Management ist ja wahrscheinlich mittlerweile doch feben Ein Begriff und war ja auch die letzten Jahre so ein bisschen tot in vielen Unternehmen.
00:17:19: Für mich heißt aber, der, der wirklich jetzt erfolgreich sein will, da wird sicherlich ein Revival zwischen der Kombination, die einen Green gibt.
00:17:27: Weil eins ist uns schon bewusst also das Thema CO-Zweih mit Preisung, auch wenn die EU das wieder ein bisschen aussetzt irgendwann wird es kommen und irgendwann wird auf das Thema co-zweifoodprint wesentlicher Faktor werden.
00:17:42: Mich ist aber bei dem Thema Nachhaltigkeit, dass es nicht darum geht, Solarzellen auf die Fabrik zu setzen oder irgendwelche Bäume zu pflanzen.
00:17:51: Was auch wichtig sein kann?
00:17:53: Aber was für mich nicht der entscheidende Stelle liebelt.
00:17:55: Sondern da kommen wir halt zur Aussage das für mich nie ein Revival erleben wird weil eigentlich hat ja schon Toyota mit den Produktionssystemen vor ich glaube mittlerweile vierzig Jahren eigentlich schon den Grundstand dafür gelegen.
00:18:10: mit null Verständung zu produzieren, mit der kürzesten Durchlaufzeit in Stimmzahl eins ein Produkt an dem Ort zu produziern wo mein Kunde es braucht.
00:18:19: Wenn man ehrlich ist das auch genau die Antwort auf das Thema wie reduziere ich meinen CO-Foodprint im Operations Bereich?
00:18:27: Ich muss mein Autos reduzieren, ich muss möglichst Stimmzahl eins produzieren ja ich muss das produzieren was der Kunde braucht nicht für den Anonymenmarkt einen Lager produzieren und ich muss es dort produzieren wo ich möglichst den kürzesten Weg zu meinem Kunden habe.
00:18:43: Ich fand daher, dass für mich ein klares Revival das Thema Lean-Management in den nächsten Jahren vielleicht unter einem anderen Namen
00:18:51: oder
00:18:52: unter anderen Schlagworten aber letztendlich sind es genau diese Tools, diese Denkweise, diese Vorgehensweise wird nun Revival erleben und die Unternehmen, die auch in den letzten zehn, fünfzehn Jahre immer noch das Thema lean gut verankert haben im Unternehmen.
00:19:07: Und wenn er sich die Gewinner bei dem Thema Implementierung der Nachhaltigkeit sein, weil sie eigentlich im Operationsbereich und man ehrlich ist gar nicht mehr so viel machen.
00:19:15: Die müssen einfach ihren Weg kontinuierlich weitergehen.
00:19:18: Ja also vielleicht im Kontext Lean bedeutet ja und Agents mit der Gerne Marek wörtlich übersetzt heißt natürlich schlank effizient und Verschwendung vermeiden und das sind ja genau die Themen, die auch Nachhaltigkeitsfordert oder die nachhaltig sind und damit wird natürlich gewissermaßen auch ein Schuh draus.
00:19:37: Mit Lean kann man die Nachhaltigkeit verbessern und gleichzeitig fast schon ein Abfallprodukt, um in dieser Sprache zu bleiben, also auch die finanzielle Effizienz steigern.
00:19:49: Das macht glaube ich durchaus Sinn diese drei Faktoren aus einem Guss zu beachten.
00:19:55: Was bleibt aus diesen drei Gesprächen?
00:19:57: Erstens Wachstum ohne belastbare Unit Economics ist kein Beweis für ein funktionierendes Geschäftsmodell.
00:20:03: Finance muss Finanzierung, Skalierung und Profitabilität gemeinsam betrachten.
00:20:09: Zweitens gute Steuerung beginnt hinter der GUV.
00:20:13: Wer nur auf Ergebniszeilen schaut erkennt vielleicht die Abweichung aber noch lange nicht ihre Ursache.
00:20:19: Dafür muss finance die operative Wertschöpfung Ihre Treiber- und ihre Engpässe verstehen.
00:20:24: Und drittens Effizienz und Nachhaltigkeit können dieselbe Richtung haben.
00:20:29: Wenn Unternehmen Verschwendung reduzieren, verbessern sie häufig nicht nur ihre Kosten sondern auch Geschwindigkeit, Ressourceneinsatz und Widerstandsfähigkeit.
00:20:39: Die zentrale Steuerungsfrage lautet deshalb nicht wo können wir noch kürzen?
00:20:44: Sondern welcher Einsatz von Kapital Zeit-und Menschen erzeugt den größten nachhaltigen Wert?
00:20:51: Wachstum mit Substanz bedeutet damit Nicht einfach größer werden, sondern das Geschäftsmodell besser machen.
00:20:58: Vielen Dank an Veronica von Heise-Rotenburg, Lars Korbo und Marek Borgstedt für ihre Perspektiven.
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